FAKTOR1 — Systematik für eine solidarische Preisgestaltung

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So funktioniert FAKTOR1

An der Kasse nennt der/die Verkäufer:in den Gesamtpreis, also die Summe des Basispreises aller Waren bzw. Dienstleistungen. Der/Die Konsument:in nennt seinen FAKTOR, z.B. sagt “FAKTOR-NULL-KOMMA-ACHT!”. Der Warenkorb wird mit dem Faktor multipliziert und die Differenz als Nachlass oder Aufschlag berechnet. In diesem Falle bezahlt der/die Verbraucher:in 8/10tel des Preises, also 20% weniger.

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Wie wird der individuelle FAKTOR bestimmt?

Sicherlich braucht dieser Abschnitt eine genauere Ausarbeitung. Da es mir jedoch um die einfache Anwendbarkeit geht, schlage ich verschiedene Berechnungsarten vor.

  • des Bauchgefühls,
  • des verfügbaren Haushaltseinkommens,
  • des aktuellen, monatlichen Netto-Einkommens im Monat oder Jahr bzw. des persönlichen Einkommenssteuersatzes (und/oder zukünftig),
  • des vorhandenen Vermögens (aktuell und/oder in Zukunft),
  • des Mitgliederstatus und/oder Bietbetrages,
  • des Berufsstatus (auch: studierend, Arbeitssuchend, Aktivisti …),
  • von Referenzwerten oder Vergleichen in unterschiedlicher Art und Weise (z.B. Persona)

Und wie berechnet sich der Basispreis, also der FAKTOR1 des Anbietenden?

Der/Die Anbietende, zum Beispiel ein Supermarkt, berechnet den durchschnittlichen Verkaufspreis inklusiven einen kleinen Überschuss, welcher als Rücklage dienen kann und stellt diesen für die Waren und Dienstleistungen aus. Während ein Zinsaufschlag okay ist, muss auf Wucher & Willkür verzichtet werden. Idealerweise wird der Preis nachvollziehbar und transparent erklärt. Er kann auch ein etwas höherer Marktpreis sein, der für Nicht-Mitglieder gilt und das Vorhaben mit-finanziert.

Photo by Senad Palic on Unsplash

Aus der Praxis berichtet Mattis vom Robbinhood Store in Berlin:

Wie geht es nun weiter?

Ich bin froh, diese Denkaufgabe in Grundzügen schriftlich gelöst zu haben. Sollte entsprechende Resonanz kommen, bin ich nicht abgeneigt an FAKTOR1 weiterzumachen. Ein möglicher Weg dafür könnte z.B. so aussehen:

  1. Feedback von Expert:innen und solidarische Gemeinschaften — bitte nutzt die Kommentarfunktion oder kommt direkt auf mich zu: hallo@daniel-bartel.de
  2. Design eines Wiedererkennungsmerkmales (z.B. Logo) und einem Design für einen Aufsteller, der FAKTOR1 gut beschreibt und an Kassen aufgestellt werden kann.
  3. Eine Micro-Website, auf der auch ein QR-Code auf diesen Aufsteller hinführt und Menschen ermöglicht, ihren individuellen Faktor schnell zu berechnen. Im 4. Schritt ggf. auch eine Karte mit teilnehmenden Orten.
Photo by Stella de Smit on Unsplash

Hintergrund: Wie entstehen eigentlich Preise?

Eigentlich war dieser Abschnitt Teil des obigen Beitrages, doch dann habe ich mich wie bei der Ausarbeitung einer wissenschaftlichen Arbeit gefühlt. Daher folgt dieser Hintergrund nun am Ende:

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Daniel Bartel — Innovation for Future!

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