Mittelalterliche Organisationen menschen-gemäß updaten

Zitat von Edward O. Wilson, Harvard-Professor für Soziobiologie und Erfolgsautor
  1. Steinzeitliche Emotionen - eigene Funktionsweise & Emotionen als Mensch bewusst werden
  2. Mittelalterliche Organisationen menschen-gemäß updaten (dieser Beitrag —auch als Video auf YouTube)
  3. Gottähnliche Technologien dem Menschen wieder dienlich machen
Vorausgehend war die dreiteilige Webinarserie von Tanja Kopf, Kamil Barbarski und mir.

Organisationen menschen-gemäß updaten?

Die Antwort steht in unserer Verfassung

Die widernatürliche Erwerbskunst

Nachhaltige digitale Gesellschaften in großer Gefahr

Zebras reparieren das, was Einhörner kaputt machen

Systemische Probleme brauchen systemische Antworten

  • Die Postwachstums-Ökonomie und Postwachstums-Entrepreneurship versucht im Kern, den Wachstumszwang umzukehren. Das ist auch dringend nötig, da wir von den durchschnittlich 11 Tonnen CO2-Verbrauch pro Person und Jahr auf 1,5 klimagerechten Tonnen runter-kommen müssen. Ein Weg dorthin ist der New Work-Ansatz, welcher die Erwerbsarbeitszeit des Menschen auf etwa 15 Stunden die Woche reduziert. Weitere 15 Stunden können so für die persönliche Entwicklung und nochmals die gleiche Anzahl an Stunden für die Gemeinschaft (z.B. Care-Arbeit, Reparaturen etc.) aufgewendet werden. Neben nachhaltigem Wirtschaften entsteht so ein großer Raum für restauratives und regeneratives handeln, um unseren Planeten zu heilen.
  • Die Doughnut Economy verspricht ein Wirtschaften im Rahmen planetarer Grenzen ohne Menschen zurück-zulassen. Dies ist durch einen Doughnut visualisiert: Kein Mensch soll in das Loch in der Mitte fallen und die Wirtschaft soll nicht über den Rand hinaus wachsen. Die Stadt Amsterdam ist Vorbild für eine Wirtschaft, die eben nur “gut genug” sein will.
  • Das gemeinschaftsbasierte Wirtschaften versucht die Grundidee der solidarischen Landwirtschaft auf alle anderen Wirtschafszweige zu übertragen. Dabei ist nicht mehr der Markt für die Preisregelung und Güterverteilung zuständig, sondern der echte Bedarf einer Gemeinschaft. Gemeinsam finanzieren sie die Produzenten oder Dienstleister vorab und tragen somit auch die unternehmerischen Risiken mit. In der sogenannten Bieterrunde kommt der dafür notwendige Betrag zusammen. Dies geschieht solidarisch, da jedes Mitglied auf Basis des Werteempfindens und der finanziellen Möglichkeiten einen anderen finanziellen Beitrag leistet. Somit entsteht auch eine echte Umverteilung.
  • Die Gemeinwohl-Ökonomie bietet als Ergänzung zur Finanzbilanz die sogenannte Gemeinwohl-Bilanz. Sie orientiert sich anhand von Universalwerten, die jeder Mensch für erstrebenswert hält. Umso höher Organisationen hier punkten, desto mehr Vorteile in Form von Steuernachlässen sind möglich. Dadurch werden zum Beispiel Bio-Produkte sogar günstiger als konventionelle Lebensmittel. Ziel ist es, dass das Gemeinwohl-Produkt das Bruttoinlandsprodukt als Hauptindikator für gesunde Staaten ablöst.

Wie kann nun jede:r von uns diese neuen Organisationsformen fördern?

  • Green- & Social Washing erkennen
  • Alternativen wie Social Startups eine Chance geben / vorziehen
  • CO2-Fußabdruck ermitteln & seinen Konsum hinterfragen
  • Glück im inneren statt im äußeren finden
  • Gestaltungspotenzial erkennen
  • Die richtigen Fragen stellen
  • “Rechtmäßigen Erwerb” erkennen
  • Seinen Arbeitgeber überdenken
  • Geschäftsmodelle und Kennzahlen gemeinwohl-orientiert entwickeln
  • Partnerschaften mit Stakeholdern & Aktivisti
  • Gemeinwohl- oder Postwachstums-Pionier werden
  • Soziokratie, New Work und co. massiv ausbauen
  • Jede:r: Teil der Lösung und nicht des Problems sein
  • Die 17 Ziele für Nachhaltigkeit mitgestalten
  • Verfassungsgemäße Gemeinwohl-Orientierung einfordern
  • Andere Nationen inspirieren
  • Alternative Anlage-Modelle finden
  • Neue Banken ausprobieren
  • Sein Bezug zu Geld hinterfragen
  • Wert in Sinn, Menschlichkeit & echten Nutzen erkennen

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